Energie fürs ganze Land speichern
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Netz und Speicher für grüne Energie

Deutschland braucht in Zukunft deutlich mehr Strom als heute: Durch die dynamische Entwicklung in der E-Mobilität und durch die Elektrifizierung des Wärmemarktes, also den Einbau von elektrischen Wärmepumpen, steigt der Bedarf an Elektrizität. Lag die Strom-Spitzenlast 2019 bei knapp 80 Gigawatt (GW), dürfte sie im Jahr 2030 bis zu 130 GW betragen.

Das Gasnetz: Rückgrat und Batterie der Energiewende

Das Gasnetz als Partner des Stromnetzes

Dieser Strom muss transportiert werden. Dafür ist der Ausbau des Stromnetzes notwendig, vor allem im Übertragungsnetz mit seinen großen Freileitungen. Doch der Ausbau kommt nur langsam voran, auch weil häufig regionale Widerstände gegen den Bau neuer Stromleitungen überwunden werden müssen. Ergebnis: Allein 2019 fiel ein ungenutzter Überschuss von mehr als 6.000 Gigawattstunden erneuerbarer Strom an. Mit dieser Menge könnte Berlin sechs Monate versorgt werden.

Mehr Strom im Wärmemarkt bedeutet weitere Herausforderungen: Der Wärmebedarf ist in den Wintermonaten besonders hoch – also in den Zeiten, in denen die Erzeugung erneuerbarer Energie aus Wind und Sonne sehr gering ausfällt. Da Strom nicht in den nötigen Mengen und schon gar nicht über längere Zeit gespeichert werden kann, brauchen wir dringend auch andere Lösungen.

Hohe Transport­kapazität, hohes Speichervolumen

Die Gasinfrastruktur kann als Batterie der Energiewende genutzt werden. Mit der Power-to-Gas-Technologie kann grüner Strom in Wasserstoff umgewandelt werden. Wasserstoff lässt sich über das vorhandene Gasnetz transportieren, lediglich ein geringer Teil des über 540.000 Kilometer langen Gasnetzes müsste dafür optimiert oder erneuert werden.

Das Gasnetz kann schon heute eine Wasserstoff-Beimischung von 20 Prozent transportieren. Fast Dreiviertel der Gasleitungen vertragen schon 100 Prozent Wasserstoff, weil sie aus Polyethylen bestehen. Sie sind damit jetzt schon 100 Prozent Wasserstoff-ready.

Bis zu 75 GW erneuerbarer Strom kann, umgewandelt in Wasserstoff pro Stunde über das bestehende Gasnetz von Nord nach Süd transportiert werden. Im Vergleich zum Stromnetz verfügt das Gasnetz aktuell über die vierfache Leistungsfähigkeit.

Das Gasnetz kann schon heute eine Wasserstoff-Beimischung von 20 Prozent transportieren. Fast Dreiviertel der Gasleitungen vertragen schon 100 Prozent Wasserstoff, weil sie aus Polyethylen bestehen. Sie sind damit jetzt schon 100 Prozent H2-ready.

Bis zu 75 GW erneuerbarer Strom kann, umgewandelt in Wasserstoff pro Stunde über das bestehende Gasnetz von Nord nach Süd transportiert werden. Im Vergleich zum Stromnetz verfügt das Gasnetz aktuell über die vierfache Leistungsfähigkeit.

Speicher für drei Monate

Auch die 47 Gasspeicher helfen dabei, die saisonalen Besonderheiten im Wärmemarkt auszugleichen. Sie können die Menge an Energie aufnehmen, mit der sich Deutschland drei Monate lang versorgen ließe. Im Sommer kann also grüne Energie in Form von Wasserstoff eingelagert und im Winter wieder ins Netz eingespeist und zu den Verbrauchern transportiert werden.

Das Gasnetz mit den Gasspeichern stellt also die zuverlässige Versorgung sicher, bindet die erneuerbaren Energien auch in die Wärmeversorgung ein und verknüpft die verschiedenen Sektoren miteinander.

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Es geht nicht um die Frage: „Wind und Solar oder Gas?“. Die Gaswirtschaft ist Partner der Erneuerbaren. Effiziente und flexible Gaskraftwerke sichern nicht nur eine zuverlässige Stromversorgung, das Gasnetz ist zudem auch der größte verfügbare Speicher für erneuerbare Energie. Mit der Gasinfrastruktur und dem Know-how der Gaswirtschaft sichern wir den Ausbau erneuerbarer Energien und den Umbau unseres Energiesystems ab und machen so Klimaschutz bezahlbar.

Bis zum Jahr 2030 werden angesichts des Ausstiegs aus Kohle- und Kernenergie laut Berechnungen des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln zusätzlich bis zu 45 Gigawatt an regelbarer Leistung benötigt. Der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien geht aktuell zu langsam voran, um diese Lücke zu schließen. Ein zügiger Ausbau von klimaschonenden Gaskraftwerken trägt dazu bei, die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten.

Neben Strom benötigen wir einen Energieträger, der in große Mengen und über einen längeren Zeitraum speicherbar ist. Das Gasnetz und die Gasspeicher können im Gegensatz zum Stromnetz als Langzeitspeicher dienen. Rein rechnerisch könnte Deutschland drei Monate lang mit Erdgas versorgt werden, während Pumpspeicherkraftwerke die nationale Stromversorgung lediglich 30 Minuten aufrechterhalten können.

Allein 2019 fiel ein ungenutzter Überschuss von mehr als 6.000 Gigawattstunden erneuerbarer Strom an. Mit dieser Menge könnte Berlin sechs Monate versorgt werden. Umgewandelt in grünen Wasserstoff könnte diese bisher nicht genutzte Energie in das Netz eingespeist werden und die im Sommer gewonnene Energie aus Sonne und Wind auch im Winter genutzt werden. Die Gasinfrastruktur muss nicht neu gebaut werden und wird somit zur Batterie der Energiewende.

Gas ermöglicht als sicheres Back-up den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Durch Gas wird der Ausstieg aus Kohle- und Kernenergie erst möglich. Denn die Stromerzeugung von erneuerbaren Energien schwankt je nach Witterung stark. Schnell regelbare Gaskraftwerke sind innerhalb weniger Minuten einsatzbereit, um dann Strom zu erzeugen, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Sie halten die Netze stabil und sichern als zweite Säule der Energiewende eine zuverlässige, bezahlbare und klimafreundliche Stromversorgung.

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Durch unsere bestehenden Gaskraftwerke ist die Stromversorgung auch ohne Braunkohle zu jeder Zeit sichergestellt – und das mit durchschnittlich 65 Prozent weniger CO2-Ausstoß.

Als wichtigster Energieträger für unsere Wirtschaft verbindet Gas mühelos Ökonomie mit Ökologie – verlässlich, bezahlbar und mit Wasserstoff zukünftig auch klimaneutral.

Wind- und Solarkraft haben mit Gaskraftwerken einen verlässlichen Partner, der sofort einspringen kann, wenn das Wetter mal nicht mitspielt.