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Bezahlbare Wärmewende mit Gas

Wie schaffen wir es, den CO2-Ausstoß bei der Beheizung von Wohnräumen zu senken? Dafür gibt es nicht die eine goldene Maßnahme, sondern ein Bündel an verschiedenen Chancen und Möglichkeiten. Die Nutzung von Wasserstoff auch im Wärmemarkt gehört auf jeden Fall dazu.

Elektrische Wärmepumpen können an vielen Stellen eine sinnvolle Option sein, um mehr erneuerbare Energien auch im Wärmemarkt zu nutzen. Doch die Präferenzen und Möglichkeiten der Verbraucher dürfen dabei nicht vergessen werden.

Stabiler Gaspreis: Jeder zweite Haushalt profitiert

Fast 50 Prozent aller Wohnungen heizen mit Gas​

Sie werden sicher und zuver­lässig mit dem Energie­träger versorgt. Nicht alle Ver­braucher können sich die Inves­tition in eine neue Heiz­technik wie die elek­trische Wärme­pumpe leisten.

Bezahlbare
Energie

Um 26 Prozent ist der Strom­preis in den letzten zehn Jahren teurer ge­worden. Der Gas­­preis ist in den ver­gan­gen­en Jahren konstant niedrig geblieben und betrug 2020 rund 6 Cent/kWh. Gas-Heiz­techno­logien sind bewährt und ihre Moder­nisie­rung ist mit ge­ringen Kosten ver­bun­den.

Handwerk
entlasten

Die Handwerksbetriebe in Deutsch­land sind voll ausgelastet und leiden unter Fach­kräfte- und Nach­wuchs­mangel. Die Um­stel­lung von Erd­gas auf Wasser­stoff ist unkompli­zierter machbar als der Ersatz der Gas­heizung durch eine elektrische Wärme­pumpe.

Dekarbonisierung des Wärmemarktes: Welche Maßnahmen funktionieren am schnellsten?

Die Kern­frage bei der Dekar­­boni­­sie­rung des Wärme­­markts muss lauten: Welche Maß­­nahmen bewirken in möglichst kurzer Zeit und mit mög­lichst geringem Auf­­wand möglichst hohe CO2-Ein­­spa­rungen? – Eine Antwort auf diese Fragen liegt in der Inte­­gration von Wasser­stoff in den Wärme­­markt.

21 Millionen Haushalte in Deutschland heizen mit Gas. Für sie müssen bezahlbare Lösungen gefunden werden, um künftig grün zu heizen. Da die bereits vorhandene Gasinfrastruktur sowie die Gasheizgeräte zum großen Teil bereits Wasserstoff-ready sind, bietet der Energieträger auch im Gebäudesektor die Möglichkeit einer raschen, aber vor allem auch bezahlbaren Dekarbonisierung. Sofern bei der Herstellung von Wasserstoff alle Wege genutzt werden, kann ein schneller Markthochlauf des Energieträgers gewährleistet werden. Dadurch wird Wasserstoff in ausreichenden Mengen, zu wettbewerbsfähigen Preisen und für alle Sektoren zur Verfügung stehen.

Klimaziel 2030 für den Wärmemarkt: 44 Prozent weniger CO2

CO2 Ausstoss 1990
CO2 Ausstoss 2020
CO2 Ausstoss 2030

Gaswirtschaft und Gerätehersteller bereit für Wasserstoff

Die deutschen Heizgerätehersteller haben sich übrigens bereits verpflichtet: Alle Gas-Geräte, die in Zukunft auf den Markt kommen, lassen sich schnell und einfach auf die Nutzung von 100 Prozent Wasserstoff umrüsten oder sind bereits ab Werk H2-ready. Und auch das bestehende Gasnetz ist bereits für den Einsatz von Wasserstoff. Die Tür zum klimaneutralen Wärmemarkt steht also weit offen. Wir müssen nur noch gemeinsam hindurchgehen.
Beim Einsatz von Wasserstoff entstehen keine direkten, lokalen CO2-Emissionen, sondern nur Wasserdampf. Zudem kann die bereits vorhandene Gasinfrastruktur genutzt werden, um den Wasserstoff zu transportieren und zu speichern. Dadurch kann die Energiewende vor allem auch sozialverträglich gestaltet werden, da weniger Investitionen in neue Infrastruktur notwendig sind.
Mithilfe der Power-to-Gas-Technologie kann Wasserstoff durch die Zerlegung von Wasser aus Sonnen- und Windstrom gewonnen werden (Elektrolyse). Die Menge „grünen“ Wasserstoffs wird allein aber nicht ausreichen. Um den Energieträger schon bald großflächig einsetzen zu können, müssen alle Herstellungswege genutzt werden. Dazu gehört neben der Elektrolyse die Dampfreformierung von Erdgas, bei der das entstehende CO2 unterirdisch gespeichert wird. Oder die Pyrolyse, bei der Erdgas in Wasserstoff und festen Kohlenstoff zerlegt wird. Aber auch durch den Import aus anderen Ländern werden wir den Wasserstoff-Bedarf decken.

Moderne Geräte wie die Gasbrennwertheizung vertragen bereits heute ohne weiteres eine Beimischung von 10 Prozent Wasserstoff. Neue Geräte können unproblemtisch mit bis zu 20 Prozent des Gasgemisches betrieben werden. Zukünftig können Brennwertheizungen mit speziellen Umrüstkits schnell und kostengünstig auf den Betrieb mit 100 Prozent Wasserstoff umgestellt werden. Die innovative Brennstoffzelle nutzt schon heute 100 Prozent Wasserstoff.

Die Gasbranche setzt sich weltweit nachdrücklich für eine Senkung der Methanemissionen ein. Durch Forschung und innovative Technologien können die Emissionen immer weiter gesenkt werden. Seit 1990 sind die Methanemissionen der deutschen Gasindustrie um 40 Prozent gesunken. Im Jahr 2018 betrugen diese 4,8 Mio. t CO-Äquivalente. Das sind in etwa 9 Prozent des Gesamt-Methanausstoßes in Deutschland. Die Landwirtschaft ist mit 61,8 Prozent der größte Verursacher von Methanemissionen, gefolgt von der Abfall- und Abwasserwirtschaft, die für rund 16,7 Prozent des Methanausstoßes in Deutschland verantwortlich ist. Um die Klimawirkung verschiedener Treibhausgase zu vereinheitlichen, werden diese entsprechend ihrem globalen Erwärmungspotenzial in CO2-Äquivalente umgerechnet.

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Mit einer modernen Brennstoffzelle produziert man Strom in den eigenen vier Wänden, der nicht nur günstig und zuverlässig ist, sondern auch noch das Klima schont.

Gas ist nicht nur kostengünstig, sondern seit Jahren auch preisstabil. Und mit grünem Gas können wir in Zukunft sogar klimaneutral und sozial verträglich heizen.